Mehrere Basketballspieler springen unter einem Korb in einer Halle, ein Spieler hält den Ball in der Hand

Towers verlieren letztes Spiel der Saison

Die Veolia Towers müssen in ihrem letzten Spiel der Saison eine deutliche Niederlage hinnehmen und verlieren gegen die ROSTOCK SEAWOLVES mit 103:71. Hamburger Topscorer wird LJ Thorpe mit 13 Punkten.

Benka Barloschky: „Für eine Mannschaft ging es um alles. Für uns ging es darum, uns anständig aus der Saison zu verabschieden. Das ist uns leider nicht gelungen. Wir hatten uns mehr vorgenommen. Ich habe großen Respekt vor der Energieleistung von Rostock; vor der Qualität, die sie heute aufs Parkett gebracht haben, der Trefferquote und auch der Konsequenz, mit der sie gespielt haben. Ich hätte mir von meiner Mannschaft einen größeren Fight gewünscht, vor allem wegen des Supports von den Rängen. Das hat mich beeindruckt. So viele Fans sind mitgereist und haben uns unterstützt. Diese Fans hätten es heute verdient, dass wir mehr dagegen halten und einen besseren Fight abliefern. Wir hatten es heute nicht im Tank. Das müssen wir so anerkennen. Ich hoffe, dass die Mannschaft mit einem gewissen Abstand nicht an dieser Performance gemessen wird, sondern an den Leistungen, die wir in der Saison gezeigt haben – insbesondere an der großen Leistung, den Klassenerhalt gesichert zu haben.“

Benedikt Turudić: „Ich glaube, dass wir uns heute nicht von unserer besten Seite gezeigt haben und dass die Fans, die mitgereist sind, beim letzten Spiel definitiv etwas Besseres verdient gehabt hätten. Im Nachhinein lässt sich das leider nicht mehr ändern. Die Saison war für uns alle sehr kräftezehrend. Trotzdem haben wir immer gekämpft und am Ende den Klassenerhalt gesichert. Vielleicht hat uns heute einfach die letzte Energie gefehlt, um das Spiel sauber zu Ende zu bringen.“

Für ihr letztes Spiel der Saison hatten die Veolia Towers eine kurze Anfahrt: Im knapp 185 km entfernten Rostock starteten die Hamburger vor den Augen von ca. 60 mitgereisten Towers-Fans ohne Zacharie Perrin und Osaro Rich in die Partie. Verletzungsbedingt konnten beide ihr Team nur von der Bank aus unterstützen. Die Wölfe fletschten von Beginn an die Zähne, legten ein ordentliches Spieltempo vor und brachten die Hamburger so früh in einen zweistelligen Rückstand. Head Coach Benka Barloschky griff umgehend zur Auszeit. Gegen physische Hauswölfe mussten sich die Hanseaten jeden Zug zum Korb hart erkämpfen, worunter ihre Genauigkeit beim Abschluss zu leiden schien. Während die SEAWOLVES fast mühelos Zähler auf die Anzeige packten, konnte sich das Team von Benka Barloschky zu selten mit Zählbarem belohnen. Wie zuletzt auch schon gegen Ulm und Bamberg wollte vor allem der Hamburger Dreier nicht konstant genug fallen (3/9 33%) und so endete das erste Viertel mit einem 27:13-Rückstand für die Towers.
Kenneth Ogbe eröffnete das zweite Viertel mit einem schnellen Dreier, doch die Partie blieb eisern in Rostocker Hand. Ein Dreier-Regen der SEAWOLVES verhinderte nicht nur eine Aufholjagd, sondern ließ den Hamburger Rückstand an die 20 Punkte anwachsen. Nach einer weiteren Auszeit von Head Coach Benka Barloschky, kehrte sein Team gesammelter auf das Parkett zurück, doch konnten bis zur Halbzeit die angestaute Hypothek nur bedingt drücken (55:33).

Auch nach der Halbzeit fanden die Veolia Towers nur schwer einen Weg, das regelrechte Offensivfeuerwerk der Rostocker zu bremsen, sodass der Rückstand schnell an die 30 Zähler anwuchs. Die kräftezehrende Saison, in welcher sich die Towers immer wieder über ihren Kampfgeist definiert und zurückgekämpft hatten, forderte nun ihren Tribut: Auch letzte Energiereserven schienen nun aufgebraucht zu sein. Youngster Janne Müller war in dieser Phase für sein Team zur Stelle und sorgte kurz vor dem Viertelende für ein wichtiges Hamburger Lebenszeichen (86:50). Mit den Play-In-Plätzen fest im Blick, spielten die Rostocker im letzten Viertel noch einmal frei auf. Auch Eigengewächs Nelson Martin kam nun zu lehrreichen BBL-Minuten. Martin Breunig gab den mitgereisten Towers-Fans mit einem Dreier sowie seinem 300. Assist in Form eines Passes auf Kenneth Ogbe Grund zum Jubeln. Während sich der Rückstand bei 30 Punkten einpendelte, musste Hamburgs Spielmacher LJ Thorpe das Spielfeld verletzungsbedingt verlassen und konnte vor Spielende nicht mehr zurückkehren. Am Ende mussten die Veolia Towers zum Saisonabschluss eine deutliche 103:71-Niederlage mit zurück in die Hansestadt nehmen.

Stats: Thorpe (13), Maronka (7), Müller (2), Grey, Martin (1), Breunig (9), Wimberg (9), Daniels (4), Ogbe (8), Gamble (3), Williams (12), Turudić (3)